Museumsbild von Volker Warbende

Bild von © Volker Warbende – Aus dem Hobbyphoto-Forum

 

Bilder von Volker Warbende sind hier zu sehen: UnBunt UndBunt

Bildbesprechung:
Dies Bild hat Volker Warbende anlässlich seines Besuchs im Kunstmuseum Wolfsburg gemacht. Der Titel der Ausstellung lautete: „Die Kunst der Entschleunigung“ und das Bild welches wir im Hintergrund sehen nennt sich „Triptichon Schwarzwasser“ und ist ein Holzschnitt des Künstlers Franz Gertsch!

Was mich vor allem anspricht ist die Eindeutigkeit der Formensprache. Große tragende homogene Bildflächen zu einem Ganzen komponiert. Die Trennlinien zwischen horizontal oder vertikal angeordneten Flächen entsprechen weitgehend den oftmals idealisierten Vorgaben. Sei es der „Goldener Schnitt“ oder auch „nur“ die Drittelteilung! Die Übergänge stets sauber, wie auch beispielsweise die technische Ausarbeitung (stürzende Linien etc.) insgesamt. Die Personen im Bild überdecken dabei den Schnittpunkt der Dreidimensionalität, ein schönes Detail! Ein Bild im Gleichgewicht, aber keinesfalls langweilig.

Das ganze wäre aber nicht ein mir im Gedächtnis bleibendes Bild, wenn es nicht auch den emotionalen Aspekt gäbe, der mich immer wieder gerne dies Bild anschauen lässt, es ist ganz einfach: Das Triptychon und die drei vor diesem auf der Bank sitzende Betrachter. Die weiße Wand – dunkles Bild führt zu: Die weiße Bank – und Betrachter in dunkler Kleidung. Das ganze Sujet mit der vorhandenen Umgebung ist zudem hervorragend zu einem Ganzen arrangiert.

Aus dem NDR-Artikel von Annette Volland zur Ausstellung, Zitat (Auszug):
Höher, schneller, weiter – der Faszination des Fortschritts haben sich stets auch Künstler hingegeben. Italienische Futuristen zum Beispiel feierten um 1910 in Gemälden und euphorischen Manifesten das Tempo und die Technik: „Wir erklären, dass sich die Herrlichkeit der Welt um eine neue Schönheit bereichert hat: die Schönheit der Geschwindigkeit“, verkündeten sie da. Zur gleichen Zeit und nicht weit davon entfernt trat der italienische Maler Giorgio De Chirico auf die Bremse: Er erfand die stille, fast menschenleere Welt der „Pittura metafisica“, der metaphysischen Malerei. Gegensatz und Zusammenspiel

Oktober 2012 – Jochen Franz